Das Freitaler Pop-to-Go-Projekt „Sing und Tanz“ klingt zunächst einfach. Der Einstieg: Klang und Rhythmus mit der Stimme erzeugen. Der nächste Schritt: Rhythmus mit dem Körper nachempfinden. Beides für sich genommen mag noch funktionieren – aber wie schwierig wird es, wenn beide Elemente miteinander verbunden werden?
Das Freitaler Pop-to-Go-Projekt „Sing und Tanz“ klingt zunächst einfach. Der Einstieg: Klang und Rhythmus mit der Stimme erzeugen. Der nächste Schritt: Rhythmus mit dem Körper nachempfinden. Beides für sich genommen mag noch funktionieren – aber wie schwierig wird es, wenn beide Elemente miteinander verbunden werden?
Die nahende Adventszeit hält für die Teilnehmenden des Freitaler Projektes eine besondere Herausforderung bereit: einen Auftritt auf dem sozialen Weihnachtsmarkt in Potschappel, einem Stadtteil von Freital. Gesang und Tanz zu kombinieren, wie wir es aus den Musikvideos bekannter Popstars kennen, klingt aufregend, bringt aber jede Menge Hürden mit sich.
In den ersten Workshopstunden lag der Fokus auf Stimmübungen. Es ging darum, die eigene Stimme zu entdecken, ihr Raum zu geben und selbstbewusst zu nutzen. „Das war für einige Teilnehmende schon die erste Herausforderung“, erzählt Kerstin Mager-Baran, die Projektleitung. „Kinder und Jugendliche sind es heutzutage oft nicht gewohnt, sich über ihre Stimme auszudrücken. Gerade laut zu werden, löst häufig große Unsicherheit aus.“
Die zweite Herausforderung ließ nicht lange
auf sich warten: die Teilnehmenden waren nicht Text-sicher bei den ausgewählten
Weihnachtsliedern.
Kurzerhand
wurde umdisponiert und die Teilnehmenden nach ihren Lieblingssongs gefragt. Das
Ergebnis: Pop ist und bleibt ein gefragtes Genre.
Allerdings bringen Pop-Songs ihre eigenen Schwierigkeiten mit: Die Musikvideos und Texte, die oft Aspekte wie „Körper in Bewegung“ und „Singen“ betonen, sind nicht selten stark sexualisiert. Das unreflektierte Mitsingen solcher Inhalte stellte das Team vor eine pädagogische Herausforderung. Feedback-Runden und die Einbettung der Songs in einen kritischen Kontext wurden zu einem zentralen Bestandteil des Projekts.
„Wir haben mit viel Humor und kreativer Entfremdung gearbeitet“, erklärt Mager-Baran. „Es hatte etwas Groteskes, Tonleitern in den ungewöhnlichsten Posen zu singen. Vielleicht haben wir es so geschafft, den hypersexualisierten Texten etwas Spielerisches, Kindliches entgegenzusetzen.“
Wie das Endergebnis aussieht? Überzeugt euch selbst! Die Teilnehmenden des Projekts treten beim FreiKuWeiKa am 14. Dezember 2024 von 14:00 bis 18:00 auf. Weitere Infos gibt es unter: www.lifeart-freital.de/potschappler-advent.
11.03. - 31.12.2024
An dem Projekt nahmen 18 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren teil.
WORK OUT Camp & Line
Soziokultur Freital e.V.
Förderkreis BIOTEC e.V.
Förderverein für Jugend- und Kulturarbeit e.V.