„Nach dem
Songwriting-Workshop“-Slot sollten wir eine Pause einbauen“, eine zweite Stimme
aus dem Organisationsteam des Festivals stimmt zu „Ja, lasst uns hier das
Mittagessen mit einer Kartoffelsuppe einplanen“. Michael Schaal, der
Projektleiter von Let‘s Fet‘z, sowie
Dr. Juliane Israel und Robert Ackermann sind umgeben von Jugendlichen,
die gerne und viel organisieren. „Das grobe Gerüst geben wir drei Dozierenden den Teilnehmer:innen
natürlich vor und wir begleiten auch aktiv, aber von der Mikrofonbeschaffung,
über die GEMA Anmeldung und Timetable planen, sind hier in erster Linie die
Jugendlichen gefragt, das Festival auf die Beine zu stellen“, so Michael Schaal.
Knapp 2 Monate
hatten die 18 Teilnehmer:innen des Pop To Go-Projektes Zeit, in einem
Planungsworkshop ein 3-tägiges Festival für Schulbands aus Milda, Bürgel,
Mellingen, Jena und Weimar vorzubereiten. Um alle Aufgaben parallel
bewältigen zu können, teilte sich das Team in 3 Gruppen auf: Team Marketing,
Team Technik und Team Organisation.
Das Festival beinhaltete Workshops zu musikalischen Themen und Zeit für
Bandproben. Für den
Abschlusssonntag luden die Organisator:innen, der antragstellende LAG Songkultur e.V. und die
weiteren Bündnispartner, die Öffentlichkeit und die Presse ein, die
Ergebnisse in einem Konzert der Schülerbands gemeinsam zu erleben.
Die Planung lief
reibungslos. Auch der Aufbau folgte dem Zeitrahmen – bis zu dem Punkt, an dem
der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung für Kottenhain bekannt gab.
Mehrere öffentliche
Veranstaltungen in Thüringen wurden aufgrund des drohenden Unwetters bereits
abgesagt. Die entscheidenden Fragen waren nun: „Was machen wir? Wie schlimm
wird es werden? Absagen? Umplanen?“
Nun hieß es für
das Organisationsteam eine Lösung zu finden, denn die Open-Air Bühne fiel
sprichwörtlich ins Wasser.
Unter hohem
Zeitdruck disponierte das Team in letzter Minute um und baute mit vereinten
Kräften die Bühne kurzerhand in die Scheune des ehemaligen Landwirtschaftshofes.
Pünktlich zum
Festival-Wochenende stand das Equipment wettergeschützt in
der großen Scheune und die Jugendlichen konnten an ihren organisierten
Workshops wie Songwriting, Gesang,
Loop-Station, Stimmbildung
oder Bandcoaching teilnehmen.
Den krönenden Abschluss des
Wochenendes bildete ein On-Stage-Nachmittag mit 5 Schulbands und fast 500 Besucher:innen, die ihren Weg ins
ländliche Kottenhain fanden. Der Partizipationscharakter des ganzen Projektes
übertrug sich zuletzt auch auf die dankbaren Besuchenden: die halfen eigeninitiativ
beim Abbau des Festivalequipments.
DIY in Bestform.