Das Programm POP TO GO

POP TO GO - Das Konzept

Orientiert an dem empfundenen Status der Alltagskultur der Popularmusik setzt POP TO GO bei der ständigen Begleitung durch Popularmusik mitten im Leben eines jeden an. Innerhalb der Projekte des Programms werden Kinder und Jugendliche auf moderne und ansprechende Weise ihren möglichen Lebensgewohnheiten entsprechend eher leger abgeholt. Den lokalen Bündnissen stehen mit diesem Programm verschiedene Formate im Sinne eines Rahmenplanes zur Verfügung die mit entsprechenden Projekten zielorientiert untersetzt werden.

Hauptzielgruppe sind 7- bis 18-Jährige aus bildungsbenachteiligten Milieus. Mit bestimmten Projekten wird auch die Altersgruppe zwischen 3 und 6 Jahre angesprochen. Zu den Schwerpunktzielgruppen gehören Kinder und Jugendliche, deren Familien ein besonderes soziales oder finanzielles Risiko tragen, wodurch die Bildungschancen offensichtlich beeinträchtigt werden. Kinder aus Flüchtlingsfamilien bzw. Familien mit Migrationshintergrund werden mit inklusiven und integrierenden Ansätzen bedacht. POP TO GO wird aber auch im ländlichen Raum wirksam, wo durch die Strukturschwäche eine zusätzliche Benachteiligung für bereits betroffene Zielgruppen besteht.

Popularmusik wird von Jugendlichen als Teil ihrer eigenen Kultur wahrgenommen. Durch ihre Anziehungskraft erweist sich Popularmusik als einer der geeignetsten Zugänge zur Kulturvermittlung oder umgekehrt zu den betroffenen Kindern und Jugendlichen. Eltern und Erziehungsberechtigte werden ebenfalls angesprochen und in Projekten involviert.

Um an Musik zu lernen und Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen zu überwinden, sieht POP TO GO sieben Formate vor, in denen Projekte entwickelt werden können. Schwerpunkt ist dabei immer der vielfältige Bereich der Popularmusik in allen Genres. Dazu gehören u.a.:
- Musizieren mit Stimme und Instrumenten
- Klang- und Rhythmuserzeugung ohne herkömmliche Instrumente
- Songwriting
- Veranstaltungsorganisation
- Licht-, Ton- und Bühnentechnik
- Sequencing / DJing
- weiterführende, ergänzende Elemente einer multimedialen Bühnenshow wie Tanz, Foto- und Videokollagen, Kostümherstellung und Kulissenbau etc..

Themen der Alltagskultur, interkulturelle Themen, Medienbildung, Sprach- und Bewegungsförderung werden ebenfalls einbezogen. Die aktive Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den genannten Medien in den Projekten erfolgt unter fachlicher Anleitung. Die Teilnehmenden sind die Akteure eines Projektes, die von den eigenen Wünschen und Ideen bestimmt wird. Ihre eigene Kreativität wird gefördert und bestimmt die Art der Ergebnisse.

POP TO GO wählt diesen Zugang um die „Ständige Begleiterin Popularmusik“ in ihren Möglichkeiten zu erschließen und über den Unterhaltungswert hinaus für außerschulische kulturelle und interkulturelle Bildung zu nutzen. Popularmusik bietet dafür über ihre Attraktivität hinaus eine Vielzahl von Anreizen, die u.a. in der Authentizität der Interpretation, dem Wiedererkennungswert der Musik oder in der Chance mit regional und überregional bekannten Künstler(inne)n zusammenzuarbeiten liegen.

Alle POP TO GO Formate können auch für ein inklusives Konzept genutzt werden. Die Formate können einzeln bedient werden, parallel verlaufen oder sukzessive aufeinander aufbauen. Jedes Format hat einen eigenen pädagogischen Anspruch. Grundsätzlich zielen die Projekte auf individuelle und explorative Lernprozesse. Die methodische Herangehensweise basiert auf Selbstlernzeit, Gruppenarbeit, Einzel- und Gruppencoaching, Lernen am Modell und Projektarbeit. In jedem Format werden die Methoden unterschiedlich gewichtet.

POP TO GO - Die Formate

OPEN UP – Interesse wecken durch „Schnupperkurse“ zur thematischen Erstbegegnung

CREATIVE – Interessen, Neigungen und Fähigkeiten entdecken und Neues ausprobieren

WORK OUT Camp – Die Trainingsphase am Block

WORK OUT LINE – Die kontinuierliche Trainingsphase

ON STAGE – Bühnenerfahrung mit der eigenen Show

TOGETHER – individuelle Erweiterung von Fertigkeiten

PEER & VOLUNTEER SUPPORT – Qualifizierung von Peers und Ehrenamtlichen

Pop To Go - OPEN UP

Pop To Go – Open Up ist die Eröffnung zum Projekteinstieg um Interesse an Popkultur und Popularmusik zu wecken und Kinder und Jugendliche der Zielgruppen zu gewinnen. Geeignete Projekte umfassen je nach Quantität der Zielgruppe vor Ort durchschnittlich 4 Stunden. Dauer und Frequenz richten sich letztlich jedoch nach dem jeweiligen Aufwand, die Zielgruppen zu erreichen, zu öffnen und für eine Teilnahme an weiteren Projekten zu gewinnen. In der Regel findet ein „Open Up“ als einmaliges Schnupperangebot statt.

Mögliche Inhalte:

Auf das Erlebnis eines Beispiel- und Mitmachkonzertes folgen kleine Workshops zu Themen wie:
- Musik hören – Wahrnehmungen beim Zuhören, Mitklatschen, Bewegen und Mitsingen
- Musik machen - Gesang, Klangerzeugung, Instrumente, Rhythmus, Zusammenspiel, Sequenzer, DJing, Songwriting
- Musik und Technik – Ton, Licht, Bühne, Logistik
- Musik und Management – Marketing, Booking, Veranstaltungsorganisation
- Musik und Medien – Radio, Internet, Fotografie, Video
Schlussphase ist die Information zu weiteren Maßnahmen.

Ziele:

Durch die Erkenntnis und Wahrnehmung der tatsächlichen individuellen Beziehung zur Popularmusik und sich daraus ableitender Möglichkeiten erfahren die Teilnehmenden eine erste Kompetenzsteigerung. Die veränderte Einstellung zur Musik und zum Gebrauch von Musik sowie der Erkenntnisgewinn erhöhen letztlich das Selbstbewusstsein und die Willenskraft etwas Neues auszuprobieren.
Die grundlegende Einstellung zur Musik hat sich bei den beteiligten Kindern und Jugendlichen durch ein anderes Blickfeld auf Möglichkeiten, Nutzen und Wirkung von Musik gewandelt. Das Interesse an einer intensiveren Beschäftigung mit Popularmusik ist geweckt oder größer geworden. Es hat sich ein anderes oder erweitertes Verständnis von Musik entwickelt.

Alter der Zielgruppe 6 – 18 Jahre

Pop To Go - CREATIVE

Pop To Go – Creative will den Teilnehmenden Orientierung in mindestens zwei Dimensionen geben: „Was kann ich?“ und "Wohin will ich?“. Interessen, Neigungen und Fähigkeiten werden kreativ ausgelotet. Geeignete Maßnahmen sollen mehrtägig angelegt und konzipiert sein. Durchschnittlich werden 24 Stunden kalkuliert, die sowohl am Wochenende oder in den Ferien als auch im Freizeitbereich unter der Woche genutzt werden können. Die Frequenz richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf und der Teilnehmer/innen-Struktur.

Mögliche Inhalte:

Mit den Teilnehmer(inne)n wird ein jeweils verwendbares Endprodukt im Musik- oder Mediabereich (Event / Tonaufnahmen / Hörspiel / Podcast / Bühnendekoration) verabredet und anschließend in Teams entwickelt und realisiert. Die Kinder und Jugendlichen werden mit dem abgeholt, was sie in ihrer Freizeit überwiegend beschäftigt. Individuelle Neigungen und Interessen werden dabei besonders berücksichtigt. Für die musikalisch Interessierten, kann Musikmachen ausprobiert werden, die mathematisch Begabten können eher die Logistik eines Kulturprojektes in den Blick nehmen. Andere können Entwürfe für Bühnendekoration, Kostüme, Flyer, Plakate und Cover erstellen. Aus der Freude am Schreiben, Lesen oder Formulieren entstehen Slogans, Pressetexte oder in Kooperation mit einem Lokalradio eine Making-Of-Reportage, ein Podcast oder ein Videocast. Technisch und handwerklich Interessierte schreinern oder schneidern z.B. die Bühnendekoration selbst, sind für den Aufbau der Veranstaltungstechnik zuständig oder arbeiten am Thema Catering. Wichtig für alle beteiligten Kinder und Jugendlichen ist ein Persönlichkeitstraining. Dadurch werden den Jugendlichen mit Hilfe des Transportmediums Popularmusik Ansätze signifikanter Schlüsselqualifikationen im Bereich des sozialen Lernens vermittelt und persönliche Perspektiven im Kontext von Musik, Kunst, Kultur und Kreativität offenbar.
Für die Jüngsten sind die Inhalte und Methoden entsprechend anzupassen.

Methoden und Ziele:

Bei diesem Format stehen die Erweiterung des Erfahrungswissens, die Förderung kognitiver Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Kreativität, Orientierung sowie der positiver Einfluss auf das Sozialverhalten durch Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Integrationsfähigkeit auf dem Plan – ebenso wie die Förderung der Persönlichkeitsbildung durch Selbsterfahrung und Anerkennung. Das Format fördert durch seine Projekte die individuelle Kreativität. Kinder und Jugendliche sollen in erster Linie sich selbst in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken und ungehemmt erproben dürfen. Entsprechend ihrer Interessen und ggf. Vorerfahrungen suchen sie sich ihre eigenen Ausdrucksformen. Jede/r Einzelne bekommt eine individuelle Rolle im Team, um gemeinsam zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen. Die Jugendlichen lernen den kreativen und selbständigen Umgang mit ihrer ganz eigenen Situation durch das Erschließen völlig neuer Sichtweisen über den Umgang mit der Musik. Die Orientierung erfolgt über den anfänglichen Spaßfaktor hinaus auf das Erleben einer erfüllten Tätigkeit, zu der das Arbeiten und das Lernen gleichermaßen beitragen. Die Orientierung soll mit der Steigerung der Motivation der Kinder und Jugendlichen einhergehen, indem sie durch eigenes Dazutun Veränderungen herbeiführen, Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen und die individuelle Lebenssituation durch eigene Leistung beeinflussen.

Alter der Zielgruppe 3 – 18 Jahre

Pop To Go - WORK OUT Camp

Pop To Go – Work Out Camp ist ein Übungs- und Trainingsformat in Form von speziellen mehrtägigen Camps um Neues zu erlernen, Gewonnenes zu festigen, Wissen anzuwenden, Fähigkeiten zu erweitern und Fertigkeiten zu verbessern. Das Camp ist auf mehrere zusammenhängende Tage, bei Bedarf inkl. Übernachtung, mit durchschnittlich 48 Stunden ausgelegt.

Mögliche Inhalte:

Die Teilnehmer/innen werden für eine Zeit aus ihrer gewohnten Umgebung herausgelöst, erleben sich in einer Gruppe unter den Bedingungen des zusammen Wohnens und Arbeitens sowie der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Geeignete Maßnahmen werden z.B. als gender-spezifisches Probelager für Mädchen, als Bandtraining, als zusammenhängende Probeeinheit für Instrumentalist(inn)en oder Sänger/innen, als Aufbaukurs für Anfänger und am Instrument Interessierte, sogar zur Entwicklung einer eigenen Bühnenshow etc. konzipiert.
Das Camp kann eine gute Grundlage zur Vorbereitung auf erste Bühnenerfahrungen im Format On Stage sein.

Methoden und Ziele:

Die Trainingsphasen bilden ein wesentliches Kernstück des Gesamtkonzeptes. Fertigkeiten werden erlernt, erweitert und gefestigt. Und das geschieht bewusst in einem Gruppenprozess als Team mit den Stärken und Schwächen aller. Kinder und Jugendliche, die sonst keine Chance haben, Instrumental oder Gesangsunterricht zu bekommen, erweitern ihre Fertigkeiten und erhalten eine Perspektive. Kinder und Jugendliche haben ihre Fertigkeiten im Rahmen eines Camps oder eines Kurses erweitert. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben eine Perspektive für den weiteren individuellen Umgang mit der Musik bekommen. Die Teilnehmer/innen haben ihre Kompetenzen in der Teamarbeit erweitert.

Alter der Zielgruppe 10 – 18 Jahre

Pop To Go - WORK OUT Line

Pop To Go – Work Out Line ist ein Übungs- und Trainingsformat in regelmäßiger Kursform um Neues zu erlernen, Gewonnenes zu festigen, Wissen anzuwenden, Fähigkeiten zu erweitern und Fertigkeiten zu verbessern. Für dieses Kurssystem, das im jeweiligen Planungszeitraum regelmäßig z.B. wöchentlich durchgeführt werden kann, sind durchschnittlich 40 Stunden geplant.

Mögliche Inhalte:

Dieses Übungs- und Trainingsformat ist speziell geeignet für Kinder und Jugendliche der Zielgruppen, die aufgrund der besonderen familiären Situation (Risikolage) weder eine Musikschule besuchen noch sich Privatunterricht für Gesang oder ein Instrument leisten können. Maßnahmen in diesem Format können auch der kontinuierlichen Vorbereitung einer eigenen Bühnenshow dienen, die dann im anschließenden Format On Stage erste Bühnenerfahrungen ermöglicht.

Methoden und Ziele:

Die Trainingsphasen bilden ein wesentliches Kernstück des Gesamtkonzeptes. Fertigkeiten werden erlernt, erweitert und gefestigt. Und das geschieht bewusst in einem Gruppenprozess als Team mit den Stärken und Schwächen aller. Kinder und Jugendliche, die sonst keine Chance haben, Instrumental oder Gesangsunterricht zu bekommen, erweitern ihre Fertigkeiten und erhalten eine Perspektive. Kinder und Jugendliche haben ihre Fertigkeiten im Rahmen eines Camps oder eines Kurses erweitert. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben eine Perspektive für den weiteren individuellen Umgang mit der Musik bekommen. Die Teilnehmer/innen haben ihre Kompetenzen in der Teamarbeit erweitert.

Alter der Zielgruppe 10 – 18 Jahre

Pop To Go - ON STAGE

Pop To Go – On Stage ist ein Format für eigene Bühnenprogramme und ermöglicht durch die Chance der öffentlichen Präsentation erste eigene Erfolge zu feiern, Anerkennung zu gewinnen und Ergebnisse der eigenen Arbeit und Anstrengung zu sehen. Maßnahmen in diesem Format bauen i.d.R. auf vorangegangene Trainingsformate zur Erarbeitung der Bühnenshow auf, bilden den Abschluss einer Phase und können in ihrer öffentlichen Wirkung gleichzeitig zur Gewinnung neuer Interessent(inn)en genutzt werden. Sie können zur Erweiterung des Erfahrungsspektrums der jugendlichen Teilnehmer/innen nicht nur lokal sondern auch überregional eingesetzt werden. Projekte in diesem Format berücksichtigen neben der reinen Auftrittszeit eine Vor- und Nachbereitungsphase z.B. für eine Generalprobe und die gemeinsame Reflexion der eigenen Bühnenshow. Kalkuliert sind durchschnittlich 16 Stunden und 20 Teilnehmer/innen.

Mögliche Inhalte:

Dieses Format ist interdisziplinär angelegt und eine mögliche Synthese aus Tanz-, Theater- und Musikprojekt. Auch multimediale Effekte können einfließen. Das Format führt Jugendliche ebenso an Theater-, Konzert- oder Lesungsbesuche heran. Es ist geeignet, den Umgang mit Veranstaltungsmanagement zu erlernen, wenn die eigene Veranstaltung konzipiert und realisiert wird. Die wesentlichen Bestandteile sind a) Recherche, inhaltliche Auseinandersetzung und Entwicklungsphase, Organisation, Werbung, b) Arbeitsphase (unter ergänzender Nutzung des Formates Work Out), c) Probenphase und d) Aufführungsphase.

Methoden und Ziele:

On Stage ist die Erweiterung der Fertigkeiten und des Erfahrungswissens durch das Bühnenerlebnis. Kognitive Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Kreativität, Willensstärke und Erinnerungsvermögen werden herausgefordert und geschult. Positive Effekte auf das Sozialverhalten entstehen durch eine Erweiterung der Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Integrationsfähigkeit, durch interkulturelle Verständigung, Gemeinschaftsgefühl, Streitkultur und vor allem durch Steigerung des Selbstwertgefühls. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben ein eigenes Bühnenprogramm erarbeitet, einstudiert und präsentiert oder eine Veranstaltung selbst organisiert. Die persönliche Auseinandersetzung mit dem Ausgangsmaterial für ein Bühnenprogramm oder eine Veranstaltung hat die Gruppe zu einer gemeinsamen inhaltlichen Entscheidung geführt. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben ihre ganz eigene Interpretationsform gefunden, erprobt und gefestigt. Das als Gemeinschaftsproduktion präsentierte Bühnenprogramm erfährt Anerkennung und wird von den Beteiligten als Erfolg empfunden.

Alter der Zielgruppe 10 – 18 Jahre

Pop To Go - TOGETHER

Pop To Go – Together ist ein Paten- und Mentoring-Format und dadurch vor allem zur Sicherung der Nachhaltigkeit gedacht in dem Einzelpersonen oder Personengruppen, Jugendliche oder die Jugendband eine ausreichende Zeit lang individuell in ihrem Werdegang begleitet werden. Sowohl Profis als auch jugendliche Peers übernehmen dabei die Rolle der Mentor(inn)en. Projekte in diesem Format können in regelmäßigen oder erforderlichen Abständen über einen längeren Zeitraum mit durchschnittlich 30 Stunden durchgeführt werden. Im Interesse einer nachhaltigen Qualifizierung der Einzelnen ist die Begleitung auch vom Betreuungsschlüssel her sehr intensiv.

Mögliche Inhalte:

Fachkräfte-Mentoring: Der Weg im Übergang Schule-Beruf ist mit der beruflichen Sicht auf den Bereich Popularmusik oft ein undurchdringlicher Dschungel und für Jugendliche aus Familien in besonderen Risikolagen meistens unzugänglich, da sich Kontakte und Zugänge nicht ohne weiteres schaffen lassen. Dieses Mentoring eröffnet individuelle Zugänge anhand der Interessen und Potentiale des Einzelnen. Zukünftige Nachwuchskräfte im Haupt- oder Nebenberuf aus allen Bereichen der Musik- und Kreativwirtschaft können sich über mehrere Monate den Rat erfahrener Profis holen, ob als Auszubildende in einem Verlag oder Label, als junger Veranstalter, als angehender oder bereits aktiver Musiker, als Veranstaltungstechniker oder -kaufmann oder als handwerklich begabte Bühnenbauer und Kostümbildner.

Band-Mentoring: Vergleichbar können auch interessierte Jugendbands aus einem Pool von Musiker(inne)n und Musikpädagog(inn)en schöpfen, die eine Gruppe individuell begleiten und den Einzelnen in seiner individuellen Rolle und Position mit Blick auf die Zukunft festigen.

Peerteaching: In einer Form des Peer To Peer stehen interessierte, motivierte und bereits versierte jugendliche Musiker/innen anderen Jugendlichen als gleichaltrige Mentor(inn)en für den Erfahrungsaustausch, Projektarbeit oder gemeinsame Trainings zur Verfügung.

Methoden und Ziele:

Mit bekannten Methoden des Mentoring, Coaching und Peerteaching geht es in eine nachhaltige Schlussphase. Das Format will individuell bei den Erfahrungen vorangegangener Projekte ansetzen und zur Erweiterung der Fertigkeiten und des Erfahrungswissens, zur verstärkten Förderung kognitiver Kompetenzen wie Kreativität, Orientierung, Lernen und der Persönlichkeitsbildung durch Selbsterfahrung und Anerkennung in die Tiefe gehen. Die persönliche Begleitung ist der Schritt in die kreative Gestaltung der eigenen Zukunft. Kinder und Jugendliche finden ihren geeigneten Weg, das Medium Popularmusik langfristig als einen Pool an Inspirationen für die individuelle Lebensgestaltung zu nutzen. Kinder und Jugendliche erfahren eine individuelle und persönliche Ansprache auf ihre Lebenssituation bezogen. Kinder und Jugendliche haben praktische Erfahrungen gesammelt und authentische Hilfestellungen zur Gestaltung ihres Lebensweges erhalten.

Alter der Zielgruppe 14 – 18 Jahre

Pop To Go - PEER & VOLUNTEER SUPPORT

Pop To Go – Peer & Volunteer Support ist die Qualifizierung Jugendlicher und junger Erwachsener in Vorbereitung auf ihre Rolle als Peerteacher. Es sollen interessierte Jugendliche qualifiziert werden, die im künstlerischen oder kulturellen Bereich bereits erfahren sind. Sie können andere vom Musik machen oder einem beruflichen Werdegang begeistern. Sie sollen dann methodisch gefestigt, Erfahrungen und Fähigkeiten an Gleichaltrige weitergeben. Gleichermaßen soll dieses Format zur Gewinnung und Qualifizierung Ehrenamtlicher aller Altersgruppen genutzt werden, die in den Projekten ebenso begleitend eingesetzt werden können wie die Peers. Dabei handelt es sich um die Qualifizierung in Fragen der Betreuung der Teilnehmer/innen während der Projektdurchführung sowie um die Information und Einweisung Ehrenamtlicher, auf deren Mitwirkung das Projekt in seiner lokalen Wirksamkeit und nachhaltigen Verankerung angewiesen ist.

Durchschnittlich sind für diese Qualifizierung 8 Stunden als Tagesveranstaltung geplant, die sowohl zusammenhängend als auch geteilt an ein oder zwei Tagen genutzt werden können. Neben der lokalen sind regionale und überregionale Formen denkbar.

Grundlegendes Ziel des Formates ist die Qualifizierung zur Assistenz und Unterstützung der in den Projekten tätigen Fachkräfte sowie des jeweiligen künstlerisch-pädagogischen Konzeptes durch die besonderen Kompetenzen erfahrener Peers und engagierter Ehrenamtlicher.

Entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen können vom Projektbüro so koordiniert werden, dass die in den Bündnissen tätigen Ehrenamtlichen flächendeckend erreicht und zu speziellen Themen qualifiziert werden können. Zu diesem Zweck ist es möglich, Teilnehmer/innen aus verschiedenen Bündnissen in einem Projekt gemeinsam zu qualifizieren.

Aus der Interessenbekundung für die Teilnahme an der Qualifizierung muss ersichtlich sein, in welcher Form und welchen Projekten die Teilnehmer/innen nach Abschluss der Qualifizierung eingesetzt werden.

Alter der Zielgruppe: 14-18 Jahre, sowie ältere Ehrenamtliche

Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ leistet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit.

„Jedes Kind und jeder Jugendliche soll die bestmöglichen Bildungschancen erhalten – unabhängig von der sozialen Herkunft. Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb seit 2013 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. In lokalen Bündnissen für Bildung setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger bundesweit Projekte für Kinder und Jugendliche um, die aus Verhältnissen kommen, die den Zugang zu Bildung erschweren: Paten- und Mentorenprogramme, Leseförderungen, Ferienfreizeiten, Musik-, Tanz-, Theater- oder Zirkusaktionen. Durch die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur erleben die Kinder und Jugendlichen persönliche Wertschätzung, sie entwickeln neue Perspektiven und erlernen wichtige Fähigkeiten für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben.

Das Programm wurde nun bis 2022 verlängert. Ab 2018 setzen es 30 Förderer und Initiativen als Partner um und initiieren Bündnisse vor Ort. Es gibt schon mehr als 16.900 Angebote – und es werden immer mehr!“ (Quelle: www.buendnisse-fuer-bildung.de)

Gefördert durch

Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung